Sie sind cool, sie sind mutig, sie sind hipp: Digitale Nomaden. Sie verkörpern einen Lifestyle der von Sonne, Freizeit und passivem Einkommen geprägt ist und geben Tipps, wie auch wir es mit unseren Blogs schaffen können, so zu werden wie sie. Die wenigsten machen dabei einen Hehl daraus, dass auch das Bloggen Arbeit bedeutet; doch wer sieht das schon, wenn das nächste Video von Strand, Drinks und geilen Parties handelt? Ich möchte dir zeigen, dass es auch ohne digitalem Nomadentum möglich ist, ein selbsterfülltes und glückliches Leben zu führen und wie du damit jetzt gleich anfangen kannst.
Lange habe ich davon geträumt auszuwandern und viel und oft zu reisen. Ersteres geschah aus einem Meinungswandel heraus nicht, zweiteres verwirkliche ich immer mal wieder. Als Deutsch-Brasilianerin fokussiere ich mich auf Brasilien – doch zwischendurch kam auch mal der Wunsch hoch, für eine Zeit in die USA zu gehen, dort zu leben, zu arbeiten und mein Englisch zu verbessern. Früher hoffte ich, dass mich meine (international agierende) Arbeitgeber in diese Länder schicken – doch Fehlanzeige: Wenn du gut bist, wirst du nicht weggeschickt. Dein Chef wäre ziemlich doof, wenn er das täte. Eigentlich klar, oder? Als ich das erkannte, ging ich andere Wege.
So begann ich, Lebensweisheiten von Coaches zu studieren, beispielsweise die von Barbara Sher: Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast (Link Amazon). Sie und das Buch waren der Schlüssel für mich, meine Vorstellungen zu überdenken und vor allem(!) mit meinem Sicherheitsgefühl zu vereinbaren und den mir wichtigen Kontakt zu den Menschen und Tieren um mich herum, unter einen Hut zu bekommen.
Es ist selten eine Frage des Könnens und mehr eine Frage des Wollens
Beitragsinhalt
Gelernt hatte ich dabei, dass man alle Prioritäten mit guter Organisation und Planung wuppen kann:
- Willst du trotz festem Job viel reisen, funktioniert das mit guter Urlaubsplanung.
- Möchtest du als Angestellte(r) länger weg sein und eine Auszeit nehmen, brauchst du eine(n) Chef(in), der/die dir das ermöglicht.
- Möchtest du auch von unterwegs aus arbeiten, brauchst du einen Beruf, für den du nicht am Arbeitsplatz sein musst und/oder ein Unternehmen, das nicht auf Anwesenheitszeiten besteht.
Dabei ist es aber wichtig zu wissen, was dir wirklich wichtig ist im Leben und wo du dir vorstellen kannst, deine Träume in Etappen zu genießen. Für Auszeiten bzw. Sabbaticals kannst du deinen Vorgesetzten ansprechen um:
- Mehr Urlaub als üblich am Stück nehmen zu können
- Überstunden anzuhäufen und abzufeiern
- Auf ein Sabbatjahr hinzuarbeiten: Stunden sammeln und Gehalt ansparen, welches dann auf deiner Reise ausbezahlt wird.
- Unbezahlten Urlaub zu nehmen
- Die Reiseperiode abzustimmen, in denen es oft wenig(er) zu tun gibt.
- Kolleginnen und Kollegen fragen, ob sie dich unterstützen könnten, um das Wichtigste während deiner Abwesenheit abzufangen.
Freiheit heißt, die Wahl zu haben
Das sind alles Möglichkeiten, die du zunächst ausloten kannst, bevor du eine längere Auszeit nimmst, ohne gleich den ganz großen Cut zu machen und dich in mögliche Existenzängste stürzt, die auch beim Reisen sicher nicht sooo spaßig sind. Ich verzichte jedenfalls gerne auf die erste Phase des digitalen Nomadentums.
Auf einen Schlag, 52 freie Tage mehr im Jahr
Für mich habe ich dabei etwas besseres entdeckt, um mehr Freizeit für meine Projekte, Ideen und Hobbies zu haben. Irgendwann habe ich mich nämlich gefragt: wer und warum hat eigentlich die 5-Tage-Woche erfunden? Und warum sollten nicht auch vier Tage möglich sein? Als mir dann eine Gehaltserhöhung angeboten wurde, hatte ich diese abgelehnt und mich mit meinem Chef auf kürzere Wochenarbeitszeiten geeinigt. Seitdem genieße ich ein 3-Tage-Wochenende und habe, so in einem Rutsch, 52 freie Tage mehr im Jahr gewonnen – bei überschaubarem Lohnausfall.
Dieses Arbeitszeitmodell hat zudem einen noch wesentlichen Vorteil für die Urlaubsplanung: Zwar hat man im Gesamten weniger Urlaubstage zur Verfügung, die dir vom Arbeitgeber gestellt werden und Gehaltseinbußen, doch zukünftig brauchst du pro Woche nur noch 4 statt 5 Urlaubstage und hast bei guter Gehaltsverhandlung trotzdem genügend Reisebudget zur Verfügung. Tipp: Frage dich vorher, wie viel Geld du für´s Leben wirklich brauchst!
Kleinere und größere Reisen lassen sich durch gute Planung wunderbar mit enorm wenig Urlaubstagen und kleinem Budget umsetzen, du kannst deinen (Reise)blog mit neuen Abenteuern füllen und hier und da durch Blogbeiträge, Beratung und eigene Produkte ein bisschen was dazu verdienen – idealerweise so viel, dass du die Differenz zu deinem entbehrten Gehalt, wieder ausgleichst. Hobbies lassen sich entspannter genießen und du kannst, wann immer du möchtest, ein verlängertes Wochenende machen und wegfahren.
Ein Zwischenschritt zum großen Cut?
Natürlich kann das beschriebene Arbeitszeitmodell auch eine Möglichkeit dafür sein, dich mit deinem Blog irgendwann selbständig zu machen und nur noch zu reisen. Doch würde ich den großen Cut nie empfehlen, ohne sich diese Fragen gestellt zu haben:
- Wie lange kannst und möchtest du von Freunden und Familie getrennt sein?
- Wünscht du dir bald einen festen Partner oder Partnerin für eine gemeinsame Zukunft? Bzw. macht dein derzeitiger Partner / deine Partnerin dabei mit?
- Arbeitest du gerne in geregelten Arbeitszeiten und mit einem eingeschworenen Team?
- Brauchst du regelmäßige, sichere Einnahmen, um kreativ und glücklich zu sein?
- Hast du berufliche Ziele, die du noch verwirklichen möchtest?
- Kannst du unter Existenzangst / starkem Druck arbeiten und (Existenz)Stress aushalten?
- Wen brauchst du an Tagen, an denen es dir richtig schlecht geht und kann dieser jemand dann für dich da sein, wenn du weg bist?
- Hast Du Jobalternativen, wenn der Blogger-Burnout droht?
- Wie ist der Notfallplan im Krankheitsfall – hast du einen?
- Hast du jemanden, der dich im Notfall finanziell unterstützen kann?
- Hast du einen Plan B, wenn es nicht mit dem digitalen Nomadentum klappt oder wenn es dir reicht, ständig unterwegs zu sein?
- Musst du wirklich alles hinschmeißen?
Vergleiche dich nicht mit anderen
Es ist wirklich(!) wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, was du möchtest, da du dich sonst in eine Situation begibst, die dich von Grund auf unzufrieden werden lassen kann. Damit meine ich nicht (nur) die Existenzangst als digitaler Nomade. Ich spreche davon, uns gerne mit anderen zu vergleichen und damit in die Frustfalle zu tappen. Wenn überhaupt, dann sollten wir uns dieses klar machen:
Bedenke: Es gibt immer jemanden der besser ist als Du. Sieh es eher als Motivation und messe Dich und Deine Leistung nicht damit.
— Patrick ツ (@sportingmunich) 12. April 2016
Oft will man das haben, was andere haben und machen, was andere tun. Mir ist wichtig zu vermitteln, dass wir unser Leben selbst in der Hand haben und dass wir die Wahl haben – immer!
Glück bedeutet, zunächst zu Deinem Leben im Jetzt zu stehen und es dann mit schönen Dingen anzureichern.
Ich will weg! Viel reisen! (Aber warum eigentlich?)
Verliere beim Glücklichsein und -werden nicht deine Lebensziele aus den Augen. Dabei ist das Reisen für mich kein Lebensziel, da die Frage offen bleibt: Warum will ich eigentlich reisen? Ist es, weil ich viele schöne Dinge erleben möchte? oder weil…
- … mich meine Familie gerade nervt?
- … der Job öde ist und der Chef ein Blödmann?
- … ich mein Leben mit neuen Bekanntschaften bereichern möchte?
- … ich mir etwas beweisen möchte?
- … einfach mal was Neues tun muss, egal was?
- … ich vor etwas davonlaufe?
Solange du dich auf die positiven Punkte konzentrierst, mach dein Ding! Wenn es aber der Frust ist, der dich treibt, dann überlege dir sorgfältig, ob das digitale Nomadentum, samt allen Fragen der Selbständigkeit, Akquise, Buchhaltung, nölenden Kunden, Trennung von Freunden und Familie usw. wirklich was für dich ist. Prüfe für dich dann, ob es andere Möglichkeiten gibt, die dich glücklich(er) werden lassen! Da das seelische Wohlbefinden nah an körperlicher Gesundheit liegt ist dies ein wichtiger Grund, warum du Frust auf lange Sicht vermeiden solltest. Denn wenn du (körperlich und/oder seelisch) krank bist, wirst du vermutlich nicht oder nur mit angezogener Handbremse, arbeiten können. Denn: Digitales Nomadentum in seiner Reinform bedeutet nicht gleichzeitig Glück.
Vorsicht, nochmal: Ich sage nicht, dass das digitale Nomadentum keine erstrebenswerte Sache ist! Doch es lohnt sich, sich genau Gedanken darüber zu machen und nicht kopfüber alles hinzuschmeißen (und so cool und mutig zu sein, wie es manche gerne predigen…). Die meisten Reiseblogger, die ich kenne, haben und hatten schon immer eine Homebase und sind zum Teil auch fest angestellt. Sicherheit, Spaß am Bloggen und am Reisen sind keine Kriterien, die sich gegenseitig ausschließen. Das kriegt jeder unter einen Hut! Niemand muss verträumt vor den Beiträgen großer Reiseblogger_innen vor sich hin sinnieren und seine Umwelt verfluchen. Niemand! Aber nur du kannst etwas daran ändern.
Übrigens
Für deine Träume ist es nie zu spät: Ich habe mit 36 Jahren meine Auszeit machen können und ich bin sicher, es wird nicht die letzte gewesen sein. Wenn man es genau nimmt, kann man sich immer wieder eine Auszeit gönnen, denn nirgendwo steht geschrieben, wie alt man sein darf und dass sie ein Jahr, drei Monate oder eine Woche lang sein soll. Denn du bist dein Lebensregisseur – und sonst niemand.



Ein kleiner Hnweis zum Urlaub: Arbeitgeber übersehen gerne den Paragraph 7 Bundesurlaubsgesetz 🙂
(1) Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen. […]
(2) Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, daß dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. Kann der Urlaub aus diesen Gründen nicht zusammenhängend gewährt werden, und hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von mehr als zwölf Werktagen, so muß einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage umfassen.
Danke Frank – Gesetze sind richtig und wichtig, keine Frage. Es geht mir nicht darum, mal 3 Wochen am Stück Urlaub zu nehmen, sondern aufzuzeigen, dass man nicht gleich alles hinschmeißen muss für seine Träume und im Speziellen, wer digitaler Nomade sein möchte.
„Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, daß dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen.“
Nun ja… Gesetzte sind manchmal Auslegungssache und wenn du Pech hast, dann kann man alles im Sinne des Arbeitgeber auslegen 😉
Gesetze und gelebte betriebliche Praxis sind oft sehr unterschiedlich 🙂 Und normalerweise wird im Konfliktfall der Arbeitnehmer kaum zum Gericht deswegen gehen, auch wenn er/sie oft damit Erfolg haben könnte.
Hallo Bianca,
sehr gut geschriebener Artikel. Ich persönlich liebe meine Homebase. Ich liebe es, irgendwo zu Hause zu sein. Klar mag ich Reisen, auch gerne länger, Aber ständig unterwegs ohne feste Homebase? Ich glaube das wäre auf Dauer nichts für mich.
Was ich mir allerdings wünschen würde wäre mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit, vor allem in alteingesessenen Industriebetrieben. Bei den meisten Menschen die nicht direkt in der Produktion arbeiten wäre das durchaus möglich. Das Umdenken kommt so langsam in Gange, aber wir hinken in dem Fall ziemlich hinterher.
Aber ich beobachte gespannt was sich da in den nächsten Jahren noch tut.
Danke für das Kompliment, liebe Sarah. Ich teile Deine Meinung zur Homebase und gugg gelegentlich trotzdem fasziniert auf das Leben der digitalen Nomaden. Aus meinem Hauptjob weiß ich, dass es derzeit in vielen Organisationen ein Umdenken gibt, da flexible Arbeitszeiten und -plätze ein Wettbewerbsvorteil sein können. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung 🙂
Mahlzeit Bianca…
ich könnte jetzt diesen Thema eine Menge schreiben, da ich mich auch schon durch diverse „Digitale Nomaden Blogs“ gelesen habe. Es ist schon faszinierend, aber ob das immer so cool ist wie beschreiben wird? Zumal es in der Regel Menschen sind die vielleicht nicht viel Geld brauchen, aber meistens Ersparnisse aus einem gut bezahlten Job haben und auch die Möglichkeit haben am Laptop ihr Geld zu verdienen. Die Wahrscheinlichkeit das eine Kassiererin bei einer Supermarktkette digitaler Nomade wird ist ziemlich unwahrscheinlich.
Was mich betrifft. Ich brauche eigentlich nicht viel zum leben. Im Laufe der Zeit habe ich mich auf das Wesentliche was ich brauche beschränkt. Ich muss keinen Kredit abbezahlen, ich mache keine Ratenzahlungen und dieses Jahr habe ich sämtliche Verträge mit langer Laufzeit gekündigt. Theoretisch könnte ich meinen Laptop zusammenklappen, alles einpacken und mich aus dem Staub machen. Aber will ich das?
Ich bin wirklich gerne unterwegs, fahre spontan irgendwo hin und mich hält es meistens nicht lange in den eigenen 4 Wänden. Trotzdem ist es manchmal ganz schön einen Ort zu haben, an den man immer zurückkehren kann. Um zufrieden zu sein brauche ich eigentlich nur Dinge:
– Gutes Essen (ich bin ein Genussmensch)
Ich achte zu 90% auf meine Ernährung, koche gerne, gehe aber auch mal gerne auswärts essen (sofern die Qualität stimmt)
– Ein paar Laufschuhe, ein Fahrrad. Sport ist für mich Genuss, mit dem Rad kann ich die Gegen und Natur erkunden
– Natur. Dazu hatte ich hier schon einen Gastartikel geschrieben 😉
– Laptop / Smartphone. Mein einziger „Luxus“, allerdings nutze ich diese Geräte auch wirklich intensiv und es ist für mich eine sinnvolle Investition
– Internetzugang. Ich habe keinen Fernseher. Das Netz ist meine Informationsquelle und ich erledige viele Dinge online.
Ich klammere jetzt mal so Dinge wie Familie und Freunde aus.
Nur was den Job angeht habe ich noch keine Lösung, wenn ich könnte würde ich auch weniger arbeiten wollen. Unbezahlten Urlaub etc. könnte ich mir nicht leisten. Unterbewusste weiß ich allerdings das irgendwann eine entsprechende Lösung kommen wird. Bauchgefühl.
Eigentlich wäre das Grundeinkommen eine Lösung, aber die Vorbehalten und Bedenken in sämtlichen Teilen der Gesellschaft sind so groß, dass ich daran nicht wirklich glaube.
Hi Daniel,
keinen Fernseher, ein Naturliebhaber und ein Sportgenießer – wir sind uns sehr ähnlich 🙂 Leider weiß ich gerade so gar nicht, was Du beruflich machst – je nachdem kann eine mehrmonatige Auszeit wirklich schwierig sein. Ich hatte das Glück, dass mich mein Chef für die drei Monate weg lies und wir uns darauf einigten, dass ich die ersten 4 Wochen täglich 2 Stunden von Brasilien aus arbeite. Im Marketing und mit guter, digitaler interner Vernetzung, geht das. Es war für beide Seiten ein Experiment und es war uns ganz gut gelungen. Vielleicht ist sowas für Dich auch eine Option – oder vielleicht etwas ganz anderes. Unbezahlter Urlaub verliert oft den Schrecken, wenn man sich ausrechnet, wie viel man in der Zeit verdient, wie wie viel man wirklich beim Reisen braucht und dann plant, wie man sich das ansparen kann. Ich hatte damals sowohl bezahlten als auch unbezahlten Urlaub im Mix nehmen können – so war es überschaubar.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Dein Bauchgefühl recht behalten wird!
Guter Artikel, gefällt mir. Auf einige der Kommentare muss ich eingehen. Das es eine Kassiererin nicht zum Sabbatical oder zum digitalen Nomaden schaffen wird ist klar, immer heißt es ja schon digitaler Nomade. Sprich man muss digital arbeiten können. Der Kassiererin fehlt zudem wohl auch das nötige Kleingeld und der nötige Hirnschmalz, denn um sich in einem fremden land mit fremder Sprache ein neues Leben aufzubauen, nun ja sind wir ehrlich ein bisschen mehr als „ich hätte gerne ein Bier und eine Pizza“ mit Urlaubsvokabular muss es dann schon sein. Mit der richtigen Vorbereitung ist dies natürlich möglich, also Volkshochschulkurse für die Sprache und Arbeitsplatzsuche von Deutschland aus, alles möglich erfordert aber doch etwas Hirnleistung und Sparsamkeit auf langesicht gesehen.
Der nächste Punkt, ja es gibt natürlich Gesetzte die aber meist für den Arbeitgeber sprechen, auch wenn das eigentlich nicht so sein sollte. Sabbaticals werden von den meisten Arbeitgebern nicht gerne gesehen aber, wenn die Generation Z erst einmal Fuß auf dem Arbeitsmarkt gefasst hat, wird sich das ändern, denn diese Generation ist noch sprunghafter als Y. Nachteilig? Würde ich nicht sagen, denn wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und da ist eben alles ein wenig schnelllebiger als es das noch vor 20 Jahren war.
Hallo Jack,
Danke für das Lob – dennoch muss ich gerade nach Luft schnappen. Eine Kassiererin als für zu blöd zu nennen, sich im Ausland zurechtzufinden und nur Wörter wie Pizza und Bier lernen zu können, ist aus meiner Sicht sehr herabwürdigend und respektlos von Dir.
Was das Sabbatical angeht, so ist es zumindest schon in vielen Unternehmenkeine keine kritische Lebenslücke bei Bewerbungsgesprächen mehr. Da kann ich jedem nur Mut zusprechen und den Sprung einmal zu wagen 🙂 Allerdings könnte es schwierig(er) sein, bei einer Festanstellung länger weg sein zu wollen. Ich hatte (und habe) mit meinem Arbeitgeber wirklich Glück und kann jeden anderen Unternehmer dazu ermutigen, den Schritt zu wagen.