Es ist trocken. Sehr, sehr trocken. Die Sonne brennt erbarmungslos und ich habe aufgerissene Lippen. Weil es so verdammt trocken ist. Willkommen in der Serra, der Steppe Brasiliens. Eine Woche lang besuche ich Freunde in Brasília und lerne ein Klima kennen, das eine Mischung aus heißem Sommer und trockenem Winter zu sein scheint. Um mich herum Staub und rote Erde – kaum zu glauben, dass die Natur sogar noch Wasser bereit hält. Doch diese Gegenden gibt es, man muss sie nur kennen. Und meine Freunde kennen sie und nehmen mich mit nach Chapada dos Veadeiros, einem Nationalpark, rund dreieinhalb Stunden nördlich von Brasília.
Abenteuer Brasília – wandern in der Mondlandschaft
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Wir parkten das Auto auf einem Platz neben einem Restaurant und liefen los. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie lange genau – doch das Ziel war: Erfrischung, was sonst 😀 Die Gegend gleicht dort einem Canyon und wir konnten uns, angesichts dieser Bilder, nicht vorstellen, dass man irgendwo ins Wasser gehen konnte, ohne sich irgendwas (zumindest) aufzuschürfen.
Reißende Wasserfälle begegneten uns auf dem Weg, der wirklich nur für trittfeste Menschen „gemacht“ ist. Hier drin sollen wir baden?
Unser Weg zum Platz führte unsere kleine Gruppe über sehr unwegsames Gelände. Die BrasilianerInnen sind ja echt knallhart: sie meistern den Weg natürlich mit Havaianas (den brasilianischen Flip-Flops) – ich war heilfroh, festes Schuhwerk angehabt zu haben! 😀
Baden, wo rundherum Trockenheit herrscht
Angekommen! Es gab wirklich eine kleine Sandecke, von der aus wir ins Wasser konnten. Und während die Mädels noch am Wasserrand bibberten, bin ich samt Kamera schonmal rein. Als dann wirklich alle im Wasser waren, ging´s erst richtig los: Zu sechst sind wir den Strom aufwärts, zwischen den steinigen Felsen geschwommen. Was für eine Erfrischung! Und endlich pumpte das Herzlein mal wieder vor Anstrengung 😀
Den Rest des Tages haben wir uns dann von den Mücken auffressen lassen, was dann nicht mehr so prall war. Trotzdem war´s ein super Ausflug 🙂




