Es ist schon Jahrzehnte her, als ich mir mal mein letztes Zelt für die damalige Campingtour kaufte (RIP). Dabei ist diesmal ganz klar meine Arbeitskollegin schuld, die mir von irgendwelchen Warehouse-Deals bei dem großen Online-Shop Anbieter mit A… erzählte. Mein großer Wunsch für dieses Jahr ist es nämlich, eine mehrtägige Motorradtour zu unternehmen und natürlich will ich dafür auch ordentlich ausgestattet sein. Dazu zählt mein Eigen nun auch ein Coleman Zelt Crestline
(Affiliate Link) – in den Deals gab es das für 53,93 EUR. Doch der Preis war nicht das einzige Kriterium: Einigermaßen leicht sollte es natürlich sein, ein kleines Packmaß haben es muss absolut wasserdicht sein und dazu noch genügend Platz für mich und meinen Kram bieten. Ob das Schnäppchen nun meinen Erwartungen entspricht, schlüssel ich hier auf.
Der Aufbau der Campingausrüstung
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Ich habe das Gefühl, als wenn sich in den letzten Jahrzehnten nicht so sehr viel an der Aufbautechnik änderte. Eine Sache merkt man aber ganz deutlich: Es ist alles leichter geworden. Die Heringe wirken trotzdem stabil, die zwei zusammenklappbaren Stangen tun ihren Dienst und sind an den jeweiligen Enden noch mit Gumminoppen ausgestattet, für einen guten Halt – auch auf sehr harten Böden, wo Heringe nicht rein passen. Diese Funktion habe ich beim Testaufbau zwar nicht gebraucht, finde ich aber ziemlich clever. Gut finde ich übrigens auch diese Plastikklipse, in denen man die Stangen jetzt einfach einklipst, anstatt sie durch Löcher zu schieben (manche von euch erinnern sich vielleicht noch). Das war immer ein Gefrickel und ist so sehr viel komfortabler. Lange Rede, kurzer Sinn: Einsfixdrei war das Innenzelt auch ohne Anleitung binnen weniger Minuten aufgebaut. Pluspunkt!

Coleman Zelt Crestline vor dem Auspacken

Das Innenzelt des Coleman Zelt Crestline mit großen Lüftungsschlitzen

Stangenklipser und gut durchlüftetes Dach

Coleman Innenzelt von der Seite – man beachte die Platziklasche vor dem Eingang (für nassen Kram)
Das Überzelt
Ein bisschen kniffelig war es zunächst für mich, das Überzelt richtig zu trappieren – doch das schiebe ich auf meine Ungeübtheit im Zeltaufbau, denn der vordere Bereich ist durch den Sichtschlitz wirklich gut erkennbar. Was das Überzelt auch hat, sind rechts und links Lüftungsschlitze. Jetzt sind diese nicht sonderlich groß und dass hat man dann im Zelt auch gleich gemerkt: Es wurde nämlich richtig warm. Zur Info: Ich habe um ca. halb zwölf bei knapp 20 Grad aufgebaut. Für einen leicht fröstelnden Menschen wie mich, sind kuschelig-warme Zelte vermutlich eher ein Vorteil – alle anderen wäre empfohlen, dann besser zu kälteren Jahreszeiten zelten zu gehen 😉

Das Zelt samt Überzelt

Das Zelt samt Überzelt von vorne
Stauraum im Zelt
So, und da kommen wir zum eigentlichen Minuspunkt: Dieses Zelt wird als 2 Personen Zelt verkauft, doch dafür ist aus meiner Sicht nicht genügend Platz. Dies hatten die Rezensoren in der Bewertung allerdings auch schon bemängelt. Da ich alleine die Motorradtour machen werde, juckt mich das wenig. Trotzdem möchte ich das hier nochmals betonen und auch mit Bildern untermalen: Ich selbst bin 173 cm groß und lag bequem drin. Laut Aussage des Herstellers hat das Zelt eine Länge von 210 cm. Das mag sein, doch mit der Schräge muss man aus meiner Sicht ein bisschen Platz abziehen – es erinnert mich an Dachgeschosswohnungen, wo der Vermieter auch etwas vom Wohnraum abziehen muss 😉 Zusätzlich habe ich meine Isomatte mal reingelegt, die eine Länge von 183 cm hat. Passt super rein (ich hatte schon Schiss, aber ne, geht) – und daneben ist auch noch Platz für meinen anderen Kram. Also, für eine Person passt das prima.
Pfiffig finde ich übrigens, dass das Vorzelt ein Stück weiter vor den Eingang festgemacht werden kann und dass es noch eine „Plastiklasche“ für nassen Kram gibt. Da werde ich prima meine dreckigen Motorradstiefel abstellen können oder halt Schuhe für draußen. Was ich noch nicht herausgefunden habe, ist, wie man das Vorzelt von innen mit Heringen befestigt; oder man macht nur eine Seite in den Boden – von außen ist das kein Problem. So what, ob das komfortabel ist, finde ich dann bei meiner Tour heraus.

Coleman Zelt Crestline von Innen

Coleman Zelt Crestline von Innen mit der Isomatte (183 cm)

Zwei Fächer für Handy, Geldbeutel, Taschenlampe oder wahlweise Flippflopps sind da.

Schöne Aussicht 🙂
Mein Fazit zum Coleman Zelt
Ich denke, mit dem Zelt nichts falsch gemacht zu haben – schon gar nicht für diesen Preis. Ob es wasserfest ist, muss ich den Rezensionen Glauben schenken Die Rezensionen haben mit der Wasserfestigkeit recht und die sagen außerdem: Ja. Will man zu zwei damit reisen, rate ich davon ab. Als kleinere Menschen, die sich sehr, sehr lieb haben und vielleicht mehr über- anstatt nebeneinander liegen, mag das ok sein – doch trotzdem bleibt dann die Frage offen: Wohin nur mit dem Gepäck? Jedenfalls waren Auf- und Abbau wie erwartet ok und als ich so drin lag, wurde die Vorfreude auf die Motorradtour schon intensiver 🙂 Na, ein bisschen muss ich noch warten, denn ein Motorrad brauche ich ja auch noch xD
Coole Sache. Ich würde jetzt nicht wochenlang campen, aber für ein paar Tage sicherlich eine schöne Sache.
Erinnert mich auch ein wenig an meine Jugend, als man kein Geld, aber jede Menge Spaß hatte.
Haha, stimmt. Um ehrlich zu sein ist die Tour ein Revival von vor 10 Jahren, als ich mit dem Motorrad in Italien für ne Woche samt Zelt rumtourte. Ganz so lang wird’s nicht (gehe evtl noch auf die Outdoor nach Friedrichshafen) aber das ist schon ok so 🙂