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Claudia Bahlke: Triathlon ist wunderbar!

Findest Du, dass Triathleten Überirdisches vollbringen? Bewunderst Du ihre Ausdauer und ihren Willen, Unmögliches zu erreichen? Seit ich denken kann faszinieren mich diese Sportler und ich fühle ihnen gegenüber tiefe Demut. Umso schöner, heute meine Interviewpartnerin Claudia Bahlke bei mir zu haben, die sich genau darauf vorbereitet: einen Triathlon-Wettkampf. Wie sie trainiert, was sie an jenen Höchstleistungen fasziniert und welches ihre schönsten Momente sind, verrät sie uns heute hier.

Wer bist Du, was machst Du, wenn Du nicht gerade für einen Triathlon trainierst?

Claudia-BahlkeIch bin Claudia, 37 Jahr alt, seit 10 Jahren verheiratet und als Finance Manager in der Sportbranche tätig. Wenn ich nicht trainiere, schreibe ich meine Erlebnisse in meinem Trainingsblog http://claudigivesitatri.blogspot.de nieder, feuere gerne bei Wettkämpfen an und fotografiere. Abseits des Sports backe ich, kümmere mich um meine vielen Pflanzen und lese viel.

Mit meinem Blog habe ich begonnen, weil ich ein Trainingstagebuch führen wollte, das mehr Informationen gestattet als den Eintrag von absolvierten Kilometern, Zeit und Puls. Dieses meist lieblose Zahlenwerk war und ist mir bis heute, nicht so sehr wichtig. Ich freue mich natürlich, wenn ich schneller geworden bin, aber oftmals sind mir die Erlebnisse rundrum viel wichtiger und archivierungswürdiger.

Wie bist Du zum Triathlon gekommen?

Mein Mann hatte sich zu einer Sprintdistanz angemeldet und konnte dann, wegen eines Bänderrisses am Fuß, nicht starten. Ich habe seinen Startplatz übernommen und regelrecht Blut geleckt. Das war 2010 kurz nachdem ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen bin. Auf Sprint folgte dann recht schnell die doppelte Distanz: Olympisch und im September 2013 dann meinen erste Teilnahme über die 70.3 Meilen einer Mitteldistanz.

Was fasziniert Dich am Triathlon?

Ich finde die Kombination aus den drei Sportarten super, und dass jeder sein Talent auspacken kann, wo es eben passt. Außer dem Schwimmer, Radfahrer oder Läufer kann beim Triathlon auch ein Planungstalent oder ein Organisationstalent voll ausgenutzt werden. Strategie ist ein wichtiger Wettkampfbestandteil.

Zusätzlich gehört Triathlon zu den wenigen Sportarten, bei denen Amateure mit Profiathleten zusammen am Start stehen können, das übt einen ganz besonderen Reiz aus.

Wie muss man sich Deinen Trainingsplan vorstellen und was ist Dein Ziel?

Ich trainiere derzeit, nach einem schweren Radunfall im November 2013, wieder meine Grundlagenausdauer. Dazu gehe ich zweimal die Woche zum Schwimmtraining, fahre ein- bis zweimal die Woche Rad und gehe zweimal laufen. Wenn es dann in die gezieltere Vorbereitung geht, bleibt die Anzahl der Trainings weitestgehend erhalten, aber die Intensität ändert sich. Einige Einheiten werden dann als Kombination ausgeführt, d. h. erst gehe ich Rad fahren und gleich im Anschluss dann zum Lauftraining.

Zur Unterstützung, und damit ich mich nur auf das konzentrieren kann, was mir Spaß macht (nämlich das Training), habe ich einen Trainer, der mir meinen Plan schreibt. So kann ich meine Zeit nur mit den schönen Dingen verbringen. Mit ihm bespreche ich auch meine Wettkampfplanung und die Urlaube im Trainingslager.

In diesem Jahr möchte ich gerne noch ein paar Läufe und – wenn es passt – einen Halbmarathon absolvieren um dann 2016 bei einer Mitteldistanz und einem Marathon teilzunehmen.

Wie wahrscheinlich jeder Triathlet träume auch ich von einer Langdistanzteilnahme. Wann ich mich dazu fit genug fühle, kann ich derzeit allerdings noch nicht abschätzen. Ich hoffe, es ist nicht mehr allzu lange hin… im Sommer steigt bei mir immer die Sehnsucht, wenn ich bei den großen Rennen, wie z.B. dem Ironman Frankfurt an der Strecke stehe und die Motivation regelrecht eingeimpft bekomme.

Welches ist Dein Lieblingsbild und welche Geschichte verbirgt sich dahinter?

Meine beiden Lieblingsbilder sind extrem unterschiedlich…

Claudia Bahlke Bike Triathlon
Ein Lieblingsbild wurde in diesem Jahr beim Hockenheim Duathlon von mir gemacht. Ich lächle auf praktisch jedem Bild, was die Fotocrew von mir geschossen hat und so ist auch bei diesem hier ein Ansatz dazu zu erkennen. Der Hockenheim Duathlon war der erste Wettkampf nach meinem Fahrradunfall, der mich über ein Jahr lang mit Genesung und Regeneration beschäftigt hat. Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass ich überhaupt noch mal aufs Rad steige und deshalb ist es umso schöner, dass ich dieses Jahr wieder einen Wettkampf absolvieren konnte.
Ganz nebenbei habe ich außerdem meine 5km Bestzeit um drei Minuten unterboten und richtigen Kampfgeist gezeigt. Das Bild drückt all das für mich aus.

Claudia Bahlke
Das zweite Bild wurde dieses Jahr beim letzten Hindernis der Xletix Challenge gemacht. Die Xletix Challenge ist ein Hindernislauf und weil man auch im Triathlon viele vermeintliche Hürden überwinden muss um ins Ziel zu kommen, passt so ein Lauf prima ins Konzept. Das Foto drückt für mich die ganze Anstrengung und die überwundene Anspannung aus, die mich seit dem Unfall begleitet haben. Dass ich jetzt wieder so fit bin, dass ich bei so einem Lauf starten kann, habe ich mir lange Zeit nicht vorstellen können. Die Befreiung, wieder das machen zu können, was ich möchte, ist in diesem Bild toll festgehalten.

Vielen Dank Claudia, für die tollen Einblicke, einer sehr ehrgeizigen Frau, die niemals aufzugeben scheint. Klasse! Ich wünsche Dir weiter viel Kraft, Ausdauer und einen starken Willen, um all Deine Ziele verwirklichen zu können.

Würdest Du Dir auch einen Triathlon zutrauen?
Lass uns an Deinen Gedanken teilhaben und schreibe in die Kommentare, was Dir zum Thema einfällt!
2 Kommentare
  1. 15. September 2015
    • 15. September 2015

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