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Canyoning ist Adrenalin in wilder Natur

Träumst du schon lange davon, eine natürliche Wasserrutsche runter zu rutschen? Oder dich an einem Wasserfall herabzuseilen? Oder mit der Zipline ein Wasserloch im Fels zu überqueren? Dann solltest du dieses Interview von Melanie Kasüske, meine heutige Gastbloggerin durchlesen. Auf ihrer 2-jährigen(!) Backpacker-Auszeit packte sie das Canyoning und lies sie seitdem nicht mehr los. Ich kann das gut verstehen – und ihr?

Wer bist Du, was machst Du, wenn Du nicht gerade auf Canyoning Tour bist?

Profilfoto-Melanie-KasüskeMein Name ist Mel und ich arbeite im Tourismus. Um genau zu sein arbeite ich schon seit 2005 in dieser Schiene. Erst als Reiseverkehrskauffrau, dann als Schlittenhundeguide und seit über zwei Jahren als Tourguide auf einem Kreuzfahrtschiff, was ich grade hauptberuflich mache.
Nebenbei betreibe ich den Blog www.world-whisperer.com hauptsächlich während ich Urlaub und damit auch Zeit habe.

Lesetipp: „Ich sprang ab und stürzte 8 Meter in die Tiefe“ Canyoning im Allgäu

Wie bist Du zum Canyoning gekommen?

Mit meinen Eltern war ich damals in Österreich Urlaub machen und dort wurde „Canyoning“ angeboten. Damals konnte ich noch gar nichts damit anfangen. Da ich aber schon immer gerne draußen Sport getrieben habe, meldete ich mich dafür an und schon fuhren wir los zu einem Canyon.
Als es los ging war ich fasziniert. Wasserfälle runter springen, sich abseilen und sich vom Wasser treiben lassen. Mein damaliges Highlight war definitiv eine Stelle an welcher wir uns hinter einen Wasserfall drücken konnten, sowie ein Sprung bei welchem wir unserem Guide vertrauen mussten einfach in ein dunkles Loch in eine Höhle zu springen ohne irgendetwas zu sehen.
Nach diesem spannenden Tag war ich angesteckt.

Was fasziniert Dich am Canyoning?

KorsikaAbseiling_1Es ist immer wieder eine Herausforderung die eigene Angst zu überwinden. Während man beim Rutschen und Abseilen sich meistens sicher fühlt, stehe ich oft vor Sprüngen wo mir gesagt wird „Du musst wirklich weit raus springen, sonst knallst du auf die Steine im Wasser“ und denke „Ohje, will ich das wirklich machen?!“. Aber sobald ich springe, fühlt es sich an wie fliegen.
Auch die Abwechslung fasziniert mich. Während ich damals in Österreich hauptsächlich gesprungen bin bis zu 8m, standen bei den verschiedenen Canyoning, denen ich in Neuseeland beiwohnen durfte vor allem Abseilen und Flying Fox (Zipline) im Vordergrund. Auf Korsika wiederum sind wir viele Wasserfälle runter gerutscht.
Schön ist auch, dass Canyoning-Stellen meistens weit ab von irgendwelchen überlaufenen Wanderwegen zu finden sind und man die Natur nur für die kleine Gruppe und sich selber hat.

Wie fängt man am besten mit Canyoning an und wie erlernt man es?

KorsikaFlyingFox_1

Ich würde jedem raten erst einmal eine „Anfänger“-Strecke zu wählen. Hier sind die Sprünge meistens klein (1-3m) und man wird „abgeseilt“, anstatt sich selber abzuseilen. So können auch Anfänger erst einmal reinschnuppern.
Sportlich aktiv sollte jeder sein, der sich am Canyoning versucht, denn meist heißt es erst einmal laufen, laufen, laufen. Den Canyon, den ich runter will muss ich ja auch erst einmal außen rum rauf laufen. Meistens über Stock und Stein und keine richtigen Wege. Noch dazu ohne Wanderschuhe, sondern in Neoprenschuhen, denn alles, was ich mit hoch nehme wird definitiv nass auf dem Weg nach unten.
Auch kälteempfindlich darf man nicht sein. Auf Korsika war das Wasser neulich zum Beispiel nur 2 Grad warm. Trotz Neoprenanzug kann das ganz schön kalt werden.

Welches ist Dein Lieblingsbild und welche Geschichte verbirgt sich dahinter?

LieblingsFotoBlueCanyon_1

Auf meiner 2-jährigen Backpacker Auszeit damals war ich in Neuseeland natürlich auch unterwegs was das Canyoning betrifft. Das Foto ist beim ersten Canyoning seit Jahren damals entstanden im sogenannten „Blue Canyon“ in der Nähe von Auckland.
Da ich länger keine Canyoning-Tour gemacht hatte machte ich auch hier erstmal eine „Kleine Tour“. Es war sehr lustig und am nächsten Morgen taten mir meine Arme so weh, dass ich nicht einmal meinen Wecker ausstellen konnte, da bewegen unmöglich war.
Trotzdem war dies auch der Auftakt von 3 wunderschönen Canyoning in Neuseeland. Der beste war der „Sleeping God Canyon“ von dem es leider keine Fotos gibt, da die Kamera ausgefallen war. Für den Canyon braucht man schon etwas Erfahrung, da es große Sprünge und hohe Abseil-Passagen gibt. Fotos gibt es auf der Veranstalter-Webseite: http://www.canyonz.co.nz/page/Canyoning_Gallery

Ich spüre, wie die eigene Bucket-List wächst und wächst 😉 Vielen Dank Mel für den erfrischenden Einblick ist diesen abenteuerlichen Sport!

Wäre Canyoning auch was für dich?
Lass uns an Deinen Gedanken teilhaben und schreibe in die Kommentare, was Dir zum Thema einfällt!

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