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Gleitschirmfliegen an der Mosel: Saisonstart 2015

Und jedes Mal denke ich mir: Bianca, du kommst zu wenig in die Luft. Da stehe ich am Berg und fummel mir die GoPro an die Tragegurte, und verliere dabei fast ne Mutter. Dann Handschuhe aus, Mutter aus dem Gurtzeug fischen, wieder weiter fummeln. Dann Tüte auslegen, Leinen sortieren und dann zur Rose formen. Alles dauert wieder ewig, jeden Handgriff muss ich mir in Erinnerung rufen. Der Winter war lang. Zu lang. Aber von vorne.

Der Wind für Sonntag war für 4 Knoten vorher gesagt. Spontan habe ich für meine Reitbeteiligung eine Vertretung gesucht (die sich sehr gefreut hat), denn so eine seltene Gelegenheit (Wochenende UND Flugbedingungen) wollte ich mir nicht entgehen lassen. Um 11:30 Uhr hatten wir den Kaffee drin, die Klamotten gepackt, die Funke vergessen und sind los nach Zeltingen-Rachtig. Der beschauliche Weinort an der Mosel ist eine Augenweide für jeden Spaziergänger, Wanderer und natürlich für alle Flugsüchtigen: Inmitten saftiger Wiesen und sonnenverwöhnten Weinberge schlängelt sich der größte deutsche Nebenfluss des Rheins. Dazu kommen nette Leute und ein Landeplatz, direkt an einer Burg gelegen, die mit gutem Essen und nem kühlen Landebier einen Flugtag abschließt. Aber so weit sind wir mit der Erzählung noch nicht.

In Rachtig angekommen ging dann alles ganz schnell – zumindest bei den anderen. Bis ich mit meinem Gefummel fertig war, war ich die Vorletzte, die noch am Startplatz war. Auf günstigen Wind musste ich dann aber nicht warten, zog den Schirm rückwärts auf, drehte mich aus, verließ sogleich den Boden unter mir und begab mich in die kühle Winterluft mit Blick zur Mosel. Ausblick auf die Mosel

Es war nicht überlaufen, die Bärte standen gut und wenn man keine Blasen erwischte, konnte man locker im Wind soaren.

Gleitschirmflieger über Rachtig

Ein Selfie darf natürlich nicht fehlen – zumindest nicht, wenn ich schon leihweise die GoPro dabei habe! 😀 (Notiz an mich: Zum Geburtstag wünschen!!)

Selfie am Gleitschirm

Rechts von mir saust meine bessere Hälfte an mir vorbei… Naja, bei DEM Schirm 😉

Jean-Pierre mit seinem Enzo 2

Nach 45 Minuten war mein Flug leider schon beendet und ich ging landen – so wie alle anderen auch plötzlich vom Himmel kamen. Petrus wollte offensichtlich nicht mehr.

Landung in Rachtig

Als dann die Schirme gepackt und die Autos vom Startplatzparkplatz abgeholt waren, ging es zur besagten Burg was leckeres Essen und trinken. Für mich war es am Sonntag der erste Flugtag in diesem Jahr und ich war voll zufrieden. Klar, hätte er länger gehen können. Aber es wird dieses Jahr noch (mehr) Möglichkeiten und Wochenenden geben. Der nächste Urlaub ist aber schon sicher: Ostern geht es nach Bella Italia. Denn auf der Trofeo Monte Grappa in Bassano hat noch jemand einen Titel zu verteidigen – und ich feuer ihn dabei an 🙂

3 Kommentare
  1. 16. Februar 2015
    • 16. Februar 2015
      • 20. Februar 2015

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