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Wandern in der Sächsischen Schweiz: Dem Abenteuer so nah

Die Sächsische Schweiz gehört zweifelsfrei zu den landschaftlich reizvollsten Gegenden in Deutschland. Entlang der Grenze zur Tschechischen Republik erhebt sich das Elbsandsteingebirge mit seinen anmutigen Tafelbergen und zerklüfteten Felsen. Ein wahres Naturspektakel und eine Wohltat für die Augen! Doch nicht nur die, sondern auch der Rest des Körpers fühlt sich in der Sächsischen Schweiz pudelwohl. Das Gebiet ist nämlich ein wahres Eldorado für Mountainbiker, Kletterer, Paddler und Wanderer. Ich zähle mich meist zur letzten Kategorie und habe das Elbsandsteingebirge deswegen zu Fuß erkundet. Eine meiner Touren möchte ich euch gern in diesem Beitrag genauer vorstellen. Es geht von Bad Schandau aus zur Schrammsteinaussicht, über den Schrammstein-Gratweg weiter zum Beuthenfall und mit der Kirnitzschtalbahn zurück zum Ausgangspunkt.

Anspruchsvoll, abwechslungsreich und atemberaubend schön!

Gleich vorweg: Ich gehöre nicht zu denen, die in jeder freien Minute wandern und deswegen bis in die Zehenspitzen durchtrainiert sind. Ich würde mich eher zum Durchschnitt zählen, der gerne draußen unterwegs ist, aber keinen Hochleistungssport betreibt. Die Wanderung, um die es hier geht, kann aus meiner Sicht als anspruchsvoll, aber durchaus machbar bezeichnet werden – vorausgesetzt ihr seid schwindelfrei und habt einen sicheren Tritt 😉

Der Startschuss der Expedition zu den Schrammsteinen fiel in Bad Schandau, einem beliebten kleinen Urlaubsörtchen in bester Lage. Von der Pension aus ging es erst einmal im lockeren Spazierschritt 2 km entlang der Elbe, bis das sogenannte Lange Horn erreicht war. Über den Obrigensteig (Treppen, Treppen und noch mehr Treppen) ging es hinein ins Gebirge und auch in die Einsamkeit. Weil es an diesem Tag etwas verregnet war, begegneten uns kaum Menschen. Das änderte sich schlagartig, als wir das Schrammsteintor erreichten. Kein Wunder, denn die Sandsteinformation ist wirklich sehr beeindruckend. Nach kurzer Staun- und Fotopause ging es weiter. Das eigentliche Abenteuer sollte uns noch bevorstehen.

So richtig hoch hinaus ging es, als wir den Wildschützensteig erreicht hatten. Dieser Steig kann nur nach oben absolviert werden – zum Glück, denn wenn einem hier Gegenverkehr begegnen würde, wäre es ziemlich eng und auch gefährlich. Der Aufstieg in Richtung Schrammsteinaussicht erfolgt über in den Stein gemeißelte Treppen, Leitern und schmale Wege. Klingt aufregend? Ist es auch. Klingt anstrengend? Auch das ist richtig 😀 Hin und wieder musste ich kurz verschnaufen, doch wie gesagt: Es ist machbar. Erst recht, wenn man sich immer vor Augen führt, dass ganz oben eine Belohnung der Extraklasse wartet.

Wenn sich die Welt für einen Moment nicht weiter dreht

Die Schrammsteinaussicht mit Worten zu beschreiben, ist unmöglich. Daher lasse ich lieber Bilder sprechen und weise darauf hin, dass es am besten ist, wenn ihr es mit eigenen Augen seht 😉

Schrammsteine Sächsische Schweiz

Schrammsteine

Schrammsteine Sächsische Schweiz

Schrammstein-Gratweg Sächsische Schweiz

Schrammstein-Gratweg

Schrammsteintor Sächsische Schweiz

Schrammsteintor

Schrammsteintor Sächsische Schweiz Schrammsteintor Sächsische Schweiz

Elbsandsteingebirge Sächsische Schweiz

Elbsandsteingebirge

Elbsandsteingebirge Sächsische Schweiz

Schrammsteinaussicht Sächsische Schweiz

Schrammsteinaussicht

Schrammsteine Sächsische Schweiz

Schrammsteine

Schrammsteine

Ich muss wirklich sagen, dass ich beim Anblick der gigantischen Steine für einen Moment das Gefühl hatte, die Welt würde innehalten und sich dann erst weiterdrehen. Die Schönheit der Natur war einfach überwältigend! Nach einem langen Aufenthalt auf der (ziemlich belebten) Aussichtsplattform ging es für uns langsam auf den Rückweg. Unser Ziel sollten der Beuthenfall und die dazugehörige Station der Kirnitzschtalbahn sein. Um dort hinzugelangen, wählten wir den direkten Weg über den Schrammstein-Gratweg. Auch hier hieß es wieder: Abenteuer pur mit schmalen Wegen, steilen Treppen und aufregenden Leitern hoch oben im Elbsandsteingebirge. Irgendwann wurde der Wanderweg schließlich wieder normal und wir kamen unbeschadet im Tal an. Dort warteten wir mit brennenden Füßen auf die Kirnitzschtalbahn – ein Kleinod des Personennahverkehrs, das nicht nur Eisenbahn-Romantiker verzückt. Mit der historischen Straßenbahn ging es für 5 Euro pro Nase zurück nach Bad Schandau.

Festes Schuhwerk und Wanderkarte sind Pflicht

Diese Wanderung im Elbsandsteingebirge war zweifelsfrei eine der schönsten, die ich je gemacht habe. Die Tour verbindet anspruchsvolle Elemente mit herkömmlichen Wanderwegen und jeder Menge Natur-Schönheit. Für Kinder und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ist sie nicht (!) geeignet. Alle anderen, die halbwegs konditioniert sind und schon ein paar Mal wandern waren, können sich hier jedoch wunderbar austoben. Achtung: Feste Wanderschuhe und Bekleidung, die dem Wetter angepasst ist, sind hier absolute Pflicht! Ebenfalls empfehle ich euch, eine Wanderkarte im Gepäck zu haben, falls ihr doch einmal falsch abbiegt. Die Wege im Elbsandsteingebirge sind weit verzweigt und können auch zum Irrgarten werden!

Wer Outdoor-Abenteuer erleben will, muss nicht immer in die weite Welt reisen. Das Gute, Atemberaubende und Wunderschöne ist ganz oft zum Greifen nah – wie im Fall der Sächsischen Schweiz. Ich kann euch einen Trip dorthin nur wärmstens ans Herz legen.

Wanderroute Sächsische Schweiz

Zur Gastautorin

Wildschützensteig Sächsische Schweiz

Jessika

Als Outdoor-Bloggerin verbindet Jessika ihre beiden Leidenschaften: Das Schreiben und draußen aktiv sein – egal ob zu Fuß, auf dem Tourenfahrrad oder auf der Suche nach dem nächsten Geocache. Auf Waldhelden berichtet sie über ihre Abenteuer im mitteldeutschen Raum, bei denen es auch gern mal rasant zugehen darf.

6 Kommentare
  1. 27. Februar 2017
    • 27. Februar 2017
  2. 27. August 2017
    • 27. August 2017
  3. 10. November 2017
  4. 26. Oktober 2018

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