Anzeige | Ich sitze im Büro und kann das Fenster vor lauter Verkehrslärm nicht öffnen. Der mobile Bäcker schellt, Autos hupen, LKW parken gegenüber mit Rückwärtspiepen ein. Mein Kopf registriert das unregelmäßige Aufploppen des Fensterchens rechts unten am Bildschirmrand, das neue E-Mails ankündigt. Doch zuerst lese ich den internen Newsfeed meiner Firma, kommentiere, helfe, organisiere. Das Telefon klingelt und gleichzeitig pingt mich ein Kollege via Messenger an – ich vertröste ihn bis nach dem Call. Ich erfahre, dass meine Kollegin für das Seminar in 3 Tagen nicht bereitstehen kann. Leichte Panik. Umorganisation. Der alltägliche Wahnsinn hat 2 Tage nach meinem Aktivurlaub in der Natur Frankreichs meinen Kopf wieder in Beschlag – doch mein Herz ist ganz woanders…
#ItsGreatOutThere: Warum ist die Kampagne so wichtig?
Beitragsinhalt
#ItsGreatOutThere & #BeActive – Eine Kampagne möchte uns aufrütteln und wach machen für die Schönheit der Natur (weiter unten steht mehr dazu). Oder wie es Hendrik viel treffender beschreibt:
Fitness, self-confidence, life skills, fun, health, unforgettable memories & a sustainable connection with nature – that is the power of outdoor sports. ➽ hikinginfinland.com

Draußen sein entspannt
Ich stehe auf und mache mir in der Büroküche einen Tee. Während das Wasser kocht blicke ich blinzelnd hinaus auf die drei Bäume vor dem Haus. Ich stehe dabei so am Fenster, dass mich die Sonne gerade noch leicht wärmt. Es ist kühl geworden im September und meine Gedanken beginnen zu wandern: Wie und wann kann ich die letzten Sonnenstrahlen in den kommenden Tagen noch ideal nutzen? Das Wasser ist fertig, ich gieße den Tee auf und umklammere mit meinen kühlen Fingern die Tasse. Es tut gut, den Gedanken und der Wärme Raum zu geben.
Nirgendwo kann ich so gut entspannen, ohne überhaupt bewusst entspannen zu wollen. Es passiert einfach. ➽ Sarah von verwandert.de über #ItsGreatOutThere

Abkühlung nach dem Aufstieg und vor der Canyoning Tour
Draußen sein verbindet
Das Telefon klingelt. Meine Kollegin ist dran und reißt mich dadurch von meinem Tee weg. Sie verbindet mich mit einem lang bekannten Anzeigenvertriebler. Wir verstehen uns gut, doch gekauft hatte ich bislang noch nie etwas bei ihm. Wir smalltalken über unsere Urlaube und er meint, dass er gerne mal zwei Monate am Stück frei hätte. Ich erzähle ihm von meiner 3-monatigen Brasilienreise, der erlebten Natur dort und den Abenteuern – er weiß dafür von seinen monatelangen Reisen durch Asien, Neuseeland, Australien zu berichten. Ein Gespräch im rechten Moment. Ob das Schicksal ist?
Ich weiß, man träumt sich gerne schnell in die Ferne, schwelgt in Gedanken noch beim Gleitschirmflug über französische Seen oder eine 2-Tages Wanderung in Norwegen. So spektakulär muss es aber gar nicht sein, wie Benjamin und Susi es treffend formulieren:
Das Gute: du musst auf keinen Achttausender steigen, oder die Eiger-Nordwand durchklettern, um dieses Outdoor-Gefühl zu spüren. Es wartet im Wald hinter deinem Haus. ➽ berghasen.com
When people hear something about great trips and adventures their desire is to go on adventures in the Alps, Rocky Mountains or other lonely and beautiful places for two or three weeks. But is this necessary. No. ➽ hrxxlight.com

Beste Surferladies ever!
Draußen sein ist so spektakulär wie du es willst
Aber worum geht es dann, wenn nicht um das noch nie dagewesene Abenteuer? Das große Ding? Die neue Herausforderung? Schließlich hocken wir alle gebannt vor spektakulären Instagrambildern, heroischen Expeditionsstories, lesen von neuen Geschichten großer Abenteurerinnen und Abenteurern – um dann demütig in sich einzufallen, zu kapitulieren und beschämt in sich hineinzusprechen: das kann ich nicht!? Bullshit! Treffend weiß Philipp von Matschbar es zusammenzufassen:
Nein, es beginnt ganz unspektakulär mit einem Spaziergang. Die Glückshormone, Endorphine und die Lust auf mehr kommt dann von ganz allein. ➽ matschbar.com
Natur ist für alle da, sie gibt es umsonst. Da! Vor unserer Tür, direkt hinterm Haus oder nur ein kleines Stück weiter im Wald. Wie lange ist es schon her, als Du Deine eigene Region erkundschaftet hast? Ich selbst habe erst dieses Jahr zum ersten Mal wilde Orchideen hier entdeckt, obwohl sie im Saarland jährlich und überdurchschnittlich häufig wachsen und ich schon über 8 Jahre hier lebe. Ich habe erst dieses Jahr erfahren, dass wir Wildpferde haben, Eisvögel an der Blies brüten und gelernt, wie schön unser Biosphärenrservat vom Kajak und Kanu aus ist. Vermutlich war ich schon öfter in Italien, Frankreich, Spanien, Brasilien und sonstwo auf Tour, als das schöne Fleckchenen Erde vor meiner Haustür zu erkunden. Wenn es Dir ähnlich geht, dann überlege mal, was Du am nächsten freien Wochenende da draußen unternehmen willst – und vielleicht fängst Du einfach, ganz unspektakulär, mit einem Spaziergang an? Denn: #ItsGreatOutThere!

Im Wald lässt es sich ganz bei sich sein.
Draußen sein geht immer
Ein altbekannter und trotzdem nicht unwahrer Spruch lautet: Es gibt kein schlechtes Wetter. Also pack Dich in gute Kleidung und mache Deine Tour trotzdem. Vielleicht wirst Du auch so überrascht sein wie mein lieber Bekannter Frank neulich auf seiner Wanderung und wenn nicht, dann lerne das Wetter zu genießen – egal welches. Probiere es aus! Warum, weiß Geertje und ihre Familie genau:
Ja, zum Draußen sein gehört auch gerade der Kontrast, damit man alles genau spüren kann. Ohne draußen, kein drinnen. ➽ www.nordicfamily.de
Draußen sein bedeutet: Im Hier. Im Jetzt. In der Gegenwart.
Eigentlich wollte ich schon früher los, noch reiten gehen. Meine beiden Kollegen halten mich auf, haben noch Fragen zum Seminar kommende Woche in Köln. Sie fragen, ich erkläre und wir diskutieren über Dinge, die schon längst entschieden wurden. Ich schicke eine Nachricht an meine Freundin, dass ich später bei den Pferden bin und erkläre geduldig weiter. Sowas raubt Energie, doch bald ist alles geklärt. Meinen Laptop nehme ich mit, morgen mache ich HomeOffice. Dann kann ich endlich los.
Schon auf dem Weg zum Stall lasse ich die Diskussion von eben hinter mich. Die Sonne lacht und ich überlege, ob wir heute mal wieder durch den Wald reiten sollten. Ich freue mich auf Bobby und habe für ihn extra seine Lieblingsleckerlies eingepackt, für die er alles macht. Bei Ankunft bin ich noch alleine auf dem Hof und als mich die Pferde kommen sehen, herden mich ein. Mein einziges Problem ist jetzt nur noch die zwei Hände – ich bräuchte zehn, um alle zu kraulen. Der Rest des Tages ist vergessen, ich bin jetzt hier. Im Jetzt. Da, wo mein Herz ist. Alles andere ist nicht mehr wichtig.
Disclaimer: Für diesen Artikel wurde ich bezahlt, doch bleibt meine Meinung davon unberührt.
Hallo Bianca, vielen Dank für den Link 🙂 Und das mit dem Draußen ist echt war, ich konnte nie wirklich in einem Fitness-Studio trainieren. Ich jogge draußen, und ich genieße es, in der Umgebung zu joggen und zu wandern.
Momentan sind wir für ein paar Tage in der Nähe vom Bodensee (und oft ohne Netz). Zwar nicht zum Wandern aber zum Spazieren gehen. Morgen fahren wir mit der Fähre auf die Insel Mainau und laufen dort ein paar Stunden herum 🙂
LG, Frank
Hallo Frank,
gern geschehen! Der Bodensee und die Region drumherum ist toll. War erst selbst vor einer Woche dort und konnte nach langer Zeit mal wieder tauchen. War aber sehr trüb 😉
Viel Spaß Euch und mit hoffentlich viel Sonnenschein-Momenten!
LG Bianca
Hej, Danke, Tack für’s Verlinken. Eine inspirierende Zusammenstellung von schlagkräftigen Argumenten in deinem Artikel….. #itsgreatoutthere. Viele Grüße Geertje
Aber gern. Freue mich, wenn ich inspirieren konnte 🙂 LG
Oh Danke für die Verlinkung – freut uns, wenn wir die richtigen Worte finden. Das Gute: über die Natur zu schreiben, das fällt uns leicht. 🙂
Hallo Ihr Lieben,
Ihr findet nicht nur die richtigen Worte, Ihr habt auch soooo tolle Bilder auf Euren Seiten 🙂
Sorry übrigens für´s späte Genehmigen des Kommentars – irgendwie ist er im Spam gelandet.
LG Bianca