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Traumschleife Felsenweg: spektakuläre Wanderung im Saar-Hunsrück [Video]

Vor mir fließt der reißende Lannenbach, an dem ich ratlos dastehe. Eindeutig zeigt die Wegbeschilderung geradeaus – doch da ist kein Drüberkommen. Der Wasserpegel ist heute so hoch wie sonst nie und überschwemmt jeden Stein, der an anderen Tagen sicher nützlich für die Überquerung ist. Nur heute nicht. Meine Augen scannen die Umgebung nach Alternativen ab. Die Insel im Bach könnte helfen und ich springe an einer schmaleren Stelle nicht gerade elfenhaft auf ihren rutschigen Boden. Geschafft. Jetzt muss ich nur noch eine weitere Stelle finden, um auf den eigentlichen Wanderweg zurückzufinden. Ich suche vergeblich und weiß im Augenblick nicht, wie es weitergehen soll.

Wandertour: Traumschleife Losheimer Felsenweg

Wanderzeitraum: 10. März 2017

  • Art: Traumschleife, Rundweg, Premiumwanderweg
  • Startadresse: Feuerwehrgerätehaus Waldhölzbach; Kurstraße, 66679 Losheim am See [Google-Maps]
  • Länge: 14,2 km
  • Höhenmeter: ➚ 442m | ➘ 442 m
  • gebrauchte Zeit (ohne Pause): 03:18 h
  • Schwierigkeit: mittel
  • Wanderkarte mit GPS Track und Bildern: Komoot: Traumschleife Losheimer Felsenweg

Bewertung (max. 5 Sterne)

  • Beschilderung⋆⋆⋆⋆⋆
  • Naturerlebnis⋆⋆⋆⋆⋆
  • Einsamkeit: ⋆⋆⋆⋆⋆

Besonderheit: Der Losheimer Felsenweg war 2005 schönster Wanderweg Deutschlands und ist vom deutschen Wanderinstitut mit 95 Erlebnispunkten bewertet.

Ein perfekter Weg für einen perfekten Tag

Schon am Morgen weckt mich die Sonne mit ihrem charmanten Lachen. Der blaue Himmel, die langen Schatten und das warme Licht umgeben die noch frische Luft, die die Vögel mit ihrem fröhlichen Gezwitscher musikalisch beleben. Kann es etwas Schöneres geben, als so in den Tag zu starten? Bereits am Abend zuvor spielte ich mit dem Gedanken, mir eine ganz besondere Wandertour vorzunehmen: die Traumschleife Losheimer Felsenweg. Ein perfekter Weg für einen perfekten Tag – so die Idee. Die Vorfreude steigt, der Rucksack ist schnell mit dem Nötigsten für die Tagestour gepackt und es geht los ins schöne Nordsaarland.

Traumschleife Felsenweg Bianca

Offizielles Schild des Losheimer Felsenwegs

Start der Wanderung

Es ist merklich wärmer geworden, als ich aus dem Auto aussteige und trotzdem ist es noch kühl genug, um mich dick einzupacken. Mit einem Käsebrötchen im Bauch, der Sonnenbrille auf der Nase und meiner Kamera um den Hals, mache ich mich los: im Uhrzeigersinn und immer den auffälligen Traumschleifen-Schildern nach. Übrigens: Wenn Du das Traumschleifen-Konzept noch nicht kennst, lies es hier nach.

Farbspiel am Wasser

Der Wölzbach begleitet mit einigem Getose meine ersten Schritte und stimmt trotz seiner Lebendigkeit beruhigend in die Wanderung ein. Ungewöhnlich für eine Tour, die mitten in einem Dorf startet und schon von Beginn an mit einer schmeichelnden Natürlichkeit glänzt. Wie Perlen im Wasser schimmert der Bach jenen Barfußpfad entlang und entführt mich kurzerhand zunächst an einen kleinen Teich, dessen farbige Bäume mit dem blauen Himmel ein ungewöhnlich schönes Kunstwerk auf die Wasseroberfläche zaubert. Jenes Bild variiert wenige Meter später an einem etwas größeren Weiher: als hätte die Künstlerin zuvor noch geübt, entfaltet sich hier mit denselben Farben ein malerisches Ambiente, bei dessen Anblick das Herz nur einen Freudensprung machen kann.

Traumschleife Felsenweg Weiher

Farbenfroher Weiher

Traumschleife Felsenweg Schutzhütte

Weiher neben dem Wanderweg

Traumschleife Felsenweg Enten

Enten am Weiher

Einmal kurz verlaufen und – zack! – ein Bild reicher

Kurzzeitig achte ich nicht auf Schilder und verlaufe mich prompt. Eine Stromschnelle zieht mich kurzzeitig in ihren Bann, an der ich auf dem Bauch liegend, Bilder mache. Mit einem schönen Bild reicher, finde ich kurz darauf wieder auf den richtigen Weg zurück, der nun durch den belaubten Wald führt. Von Süd-Ost scheint die Sonne durch die nackten Bäume und lässt die braunen Blätter in ihren Farbnuancen bezaubernd schimmern. Ein bisschen strammer geht´s dann eine Lichtung hoch an deren Rand ich mich entlang bewege und wo mir die ersten Menschen begegnen – und die vorletzten auf dieser Wanderung, wie ich später feststellen werde. Es ist wunderbar, so ganz für sich zu sein <3 Nicht nur ich empfehle es Dir, das Alleinwandern mal zu versuchen: Traumschleife Himmels Gääs Paad: meine erste Solowanderung

Hinab geht es dann wieder recht zügig, teils steil aber nie gefährlich. Die Route weist nun wieder in den Wald, dessen Wege trocken sind aber dessen Umgebung kurzzeitig von Motorengeräuschen gestört wird. Das erlebe ich Freitags oft und kann ich auch nicht verübeln – wer hat schon den Luxus, unter der Woche wandern zu gehen? Warum ich das jeden Freitag kann, habe ich in diesem Beitrag beschrieben.

Traumschleife Felsenweg rauschender Bach

Rauschender Bach

Traumschleife Felsenweg Waldweg

Waldweg unterhalb der Lichtung

Traumschleife Felsenweg Waldweg

Verträumter Waldweg

Unerwartete Pferdeshow

Mit der Sonne im Rücken erreiche ich eine Viehweide. Der Felsenweg führt mich direkt darüber und eine Infotafel verrät, dass hier Pferde und Kühe weiden könnten. Zunächst sind keine Tiere in Sicht, doch als ich um die zweite Ecke bog, bot sich mir ein seltener Anblick: zwei kraftvoll spielende Pferde tobten hier direkt vor meinen Augen! Mein Pferdenärrinnen-Herz macht einen kleinen Freudenhopser und ich beobachte sie ruhig aus einiger Entfernung. Neugierig sehen sie zu mir, bis eins nach dem anderen schnappt und sie sich wieder in ihr Spiel vertiefen. Mal steigen sie, mal schlagen sie aus, auch am Boden wird weiter gerungen bis zu dem Punkt, als beide mit wehendem Schweif über die Wiese galoppieren und sich von mir entfernen. Danke für diese Show, es war wunderschön!

 

Traumschleife Felsenweg Viehweide Pferd

Ein stolzes Pferd

Losheimer Felsenweg Weg zur Viehweide

Weg zwischen der Viehweide

Seelentankstelle

Nach dieser spontanen Showeinlage und Pause merke ich, wie langsam genussvoll ich voran komme. Jeder einzelne Schritt der mich in eine neue Kurve und hinter einen weiteren Hügel führt, ist atemberaubend und verdient es, genossen zu werden. Die ersten Schmetterlinge in diesem Jahr begleiten mich, die Sonne wärmt fast minütlich die Erde immer mehr auf und die Vögel tanzen unter dem wolkenlosen Himmel. Die natürliche Stille hier fällt auf und entführt in so manch andachtsvollen Augenblick, der die Seele mit neuer Energie auftankt.

Sinnenbank Losheimer Felsenweg

Kurze Rast auf der Sinnenbank

Felsenweg Losheim Zitronenfalter

Zahlreiche Zitronenfalter begleiten mich auf der Tour

Die ersten Felsformationen

Doch war das bei Weitem noch nicht alles, denn: die Felsen fehlen noch! Wo ein Felsenweg beschrieben, müssen doch auch Felsen sein und tatsächlich: nach wenigen Kilometern über eine Anhöhe, die mich bei Scheiden bis zum Horizont blicken lässt, kommen sie endlich. Groß. Mächtig. Stolz. Ich passiere zunächst die imposante Quarzit-Rippe namens Schlangenfelsen (ich will nicht wissen, warum der so heißt 😀 ) und wandere nach einer Brücke hinab an den Lannenbach, der mir noch viel Freude bereiten wird…

Und dann kommt ein Felsen nach dem anderen, eine schönere Formation nach der nächsten: zumeist mit Moos bedeckt, mal groß und mächtig oder klein und über den Boden verteilt. Entlang der Wanderroute begleiten sie mich, nachdem der Weg nördlich abbog und dann östlich oberhalb des Lannenbaches verläuft. Ich muss auf meine Schritte aufpassen, denn er ist durch das Laub kaum sichtbar und für einen Augenblick verliere ich ihn sogar.

Schlangenfelsen Losheimer Felsenweg

Der Schlangenfelsen

Felsformation Traumschleife Felsenweg

Felsformation

Felsformation Traumschleife Felsenweg

Weitere Felsformationen

Historische Burgruine Traumschleife Felsenweg

An der historischen Burgruine

 

Der Hund „is friendly!“

Mit den Augen auf dem Boden verlasse ich die Felsformationen und als ich aufsehe, bleibt mir kurz das Herz stehen: Ein Pärchen hat ihren Hund nicht angeleint und bemerken mich aus der Entfernung offensichtlich nicht – ganz anders der Hund. Dieser sieht mich und rennt plötzlich im Galopp direkt auf mich zu. Als sein Herrchen seine Abwesenheit bemerkt, ruft er ihm zwar nach, doch der Hund reagiert nicht. Auf englisch ruft mir der Mann zu „he is friendly! he is friendly!“ und ja, er macht auch mir einen netten Eindruck – was mich zunächst nicht beruhigt. Wie in Salzsäure erstarrt versuche ich Ruhe auszustrahlen und den Hund einzuschätzen, der, kaum ist er bei mir, dann wirklich friedlich schnüffelt und fröhlich mit seinem Schwanz wedelt. Puh! Nun kommt auch das Pärchen auf mich zugelaufen, völlig aufgelöst und sich tausendmal entschuldigend. Sie hätten ihn noch nicht so lange und er sei noch im Training, erklären sie sich mir. Sei´s drum. Ich kann verstehen, wer seinen Liebling ohne Leine spazieren führt, trotzdem sitzt der Schreck und gehe ich etwas verärgert weiter.

Kletterrunde auf den Adelsfelsen

Auf der angrenzenden Anhöhe ist der Vorfall bald schon vergessen und der Kopf frei für das nächste kleine Naturwunder. Dies lässt nicht lange auf sich warten und folgt gleich mit einer sportlichen Einheit. Über mir erscheint der imposante Adelsfelsen, ein Taunusquarzit. Die Infotafel verrät, dass der Taunusquarzit ursprünglich in einem Flachmeer mit starkem Wellengang abgelagert wurde. Als sehr sauberer Sand mit einem Quarzgehalt von 90 % muss er einen nahezu idealen Badestrand (vor ca. 380 Mio. Jahren) gebildet haben. Sieh mal einer an. Jetzt steht dieser uralte Brocken also direkt vor mir und lockt mit einem Seil, an dem ich mich an ihm hinaufziehen kann – und dies auch gleich umsetze.

Traumschleife Felsenweg Adelsfelsen

Der Adelsfelsen

Kein Weg führt über den Bach

Die Sinnenbank oberhalb des Aldelsfelsens lasse ich rechts liegen und wandere genüsslich dem nächsten kleinen Abenteuer entgegen. Nichtsahnend passiere ich zunächst den Weiher bei Scheiden und komme kurz darauf an eine weitere Bachüberquerung. Ich stocke. DA soll ich rüber?? Sicher ist dies an Tagen unproblematisch, an denen eine längere Trockenperiode voran ging – doch jetzt aufgrund des übermäßig vielen Wassers, unmöglich – fast. Vorsichtig setze ich dann doch einen Fuß auf ein großes Stück Baumstamm und drücke mich dezent aber energisch genug ab. Geschafft! Puh!

Ich laufe weiter, komme jedoch nicht weit: noch eine Bachüberquerung und diesmal kniffliger als die davor. Mist. Hier MUSS ich drüber, Alternativen sehe ich nicht. Aber ich kann es schaffen… ich erspähe eine kleine Insel und peile sie an. Der Boden ist rutschig und ich sinke leicht in den Matsch ein. Jetzt nur nicht ausrutschen und sich womöglich noch verletzen. Ich springe und… lande wohlbehalten. Die nächste Hürde von der Insel runter ist weniger breit und so komme ich heil auf der anderen Seite an. Jetzt weiß ich auch, was eine Rezensentin neulich in einer Community damit meinte, man solle sich Wanderstöcke mitnehmen. Hätte ich nur…!

Traumschleife Felsenweg Bachlauf

Volle Bäche erschweren den Übergang

Traumschleife Felsenweg voller Bach

Es bedeutet Glück

Meine Gedanken verfliegen bald völlig, als ich mich nach ein paar weiteren Metern umdrehe, nach hinten sehe und die Sonne glitzernd auf dem Wasser des Bachs erblicke. Dieses bezaubernde Bild zu erleben, schwemmt mich über vor Glück. Als stünde ich in einem Gemälde, dessen Maler einen Bach und ein paar Bäume auf Leinwand bringen wollte und stattdessen das Paradies in seiner Vollendung einfing. Umgeben von den musikalischen Klängen des Waldchors, der raschelnd, rauschend und zwitschernd jenes Paradies erst so richtig zu dem werden lässt, was es ist. Ich halte inne. Atme diesen Augenblick tief in meine Lungen und in den Rest meines Körpers ein – und mit jedem weiteren Atemzug zugleich den unverkennbaren Geruch von Tannen und feuchter Erde. Ich bin fassungslos. Überwältigt. Und ja: Das ist mein Glück.

Paradies am Losheimer Felsenweg

Ich bin im Paradies

Naturfelsen als Denkmal: der Bärenfelsen

Ich sammle mich wieder und sehe schon von Weitem eine fast aalglatte Felswand. Das Naturdenkmal Bärenfelsen ist mit ein paar geübten Tritten gut zu erreichen und ragt künstlerisch über einer kleinen Feuerstelle zwischen den Bäumen. Hier lässt es sich aushalten und auch weit in den Wald blicken. Die nächsten Meter wandere ich gemächlich auf dem Felsen, bis mich der Weg auf der anderen Seite – kraxelnd – hinunterführt. Bei Regen, Eis und Schnee sollte man ihn nicht begehen, warnt die Infotafel und überlässt es den Wandernden, ob er auf dem Weg bleiben oder auf dem Felsen gehen möchte.

Blick auf den Bärenfelsen

Blick auf den Bärenfelsen

Bärenfelsen Losheimer Felsenweg

Direkt am Bärenfelsen

Gescheiterte Bachüberquerung mit Happy End

Es ist wie verhext: Auch wenn ich Wasser nur allzusehr auf Wandertouren liebe und es auch aufregend finde, Bäche zu überqueren – diesmal ist dieser Übergang zum Scheitern verurteilt. Da stehe ich nun und rätsle, wie man ohne nasse Füße die andere Seite erreichen soll. Nach zwei Übungshüpfern auf die Insel in der Mitte des Bachs, stemple ich sie als ungeeignete Überbrückungshilfe ab und so bleibt mir nur ein Blick auf die Karte. Glücklicherweise enthüllt sie eine gute Alternative, direkt neben dem eigentlichen Wanderweg und ohne eine Bachüberquerung. Da haben sich die Tourenplaner wohl doch etwas dabei gedacht – super!

Traumschleife Felsenweg Bachueberquerung2

Hier scheitert die Bachüberquerung

Rotkäppchens Zuhause

Auf dem breiten Schotterweg, der rechts des Lannenbachs führt, finde ich wieder zurück in den Flow. Die enge Kurve weist den Weg aufwärts, der mich etwas schnaufen lässt – aber nicht lang. Das Schattenspiel unter den Bäumen lässt mal das Braun des Laubes und mal das Grün junger Tannen zauberhaft leuchten. Der Aufstieg ist geschafft und es begegnet mir plötzlich ein Grenzstein mit einem S darauf. Nanu? Wo ich hier gelandet bin, ist der historische Grenzgraben zwischen dem Saarland und der Rheinland-Pfalz! Unter schattigen Tannen geht es auf samtweichem Waldboden diesen naturbelassenen Weg entlang, im Gepäck großes Bestaunen der riesigen Nadelbäume. Der moosbewachsene Boden unterhalb dieser Giganten wäre sicher ideale Kulisse für eine Rotkäppchen-Verfilmung – so märchenhaft und verträumt liegt er wie ein grüner Teppich da. Wundervoll!

Grenzweg Saarland und Rheinland-Pfalz

Auf dem Grenzweg zwischen dem Grenzweg Saarland und der Rheinland-Pfalz

Immergrünen Tannen auf dem Felsenweg

Tannenwald auf dem Grenzweg: Ob hier das Rotkäppchen wohnt?

Der Weg als Bach und eine weitere Überquerung

Wasserrauschen kommt nun wieder näher und tatsächlich führt mich der Grenzweg wieder ans Wasser. Kraftvoll strömt der Hölzbach seinen Lauf entlang und wird stetig mit noch mehr Wasser gespeist – von meinem Weg! plitsch-platsch-plitsch-platsch. Ja, tatsächlich! Zwar bin ich hier richtig, doch der ganze Weg steht voll Wasser, das wiederum aus dem Wald kommt und sich seinen eigenen Weg in den Hölzbach sucht. Jetzt können meine neuen Wanderschuhe zeigen, was sie können und so platsche ich lustvoll in jedes große und kleine Wasserloch. haha 😀

Plitschend und Platschend laufe ich fröhlichst den wunderbaren Bach entlang bis – jaaaa – bis zu einer Bachüberquerung. Herrje! Meine Uferseite ist sehr matschig und hier ist der Bach breiter als jeder andere zuvor. Eine Art Brücke ragt von der gegenüberliegenden Seite ins Wasser und soll die Überquerung erleichtern – nur ist der Strom immer noch sportlich genug, um einfach leicht da durchzulaufen. In der Hoffnung, mit der App einen Alternativweg zu finden, schaue ich auf´s Smartphone: kein Netz. Oh weh. Gerade laufe ich auf gut Glück weiter den Weg hinab, da erblicke ich eine Stelle, an der man es wagen könnte. Ein Risiko bleibt. Natürlich… Aber ich versuch´s. Vorsichtig setze ich den rechten Fuß ans Ufer und entlaste den linken. Mit den Augen peile ich einen Ast an, an dem ich mich festhalten und rüberziehen kann. Also denn: mein rechter Fuß drückt sich ab und…. meine Hand fast den Ast und – YES! Ich bin drüben! Zwar mit nassen Schuhen aber nicht mit nassen Socken – YEAH!

Zu meiner Belustigung führt diese Strecke natürlich direkt parallel zum Schotterweg, auf dem ich die ganze Zeit links des Baches entlang lief. Umsonst die Schuhe nass gemacht aber immerhin ist ein Erlebnis dabei herausgekommen. 😉

Wasserweg auf der Traumschleife

Hier bekommt „Wasserweg“ eine ganz neue Bedeutung 😉

 

Und die Moral von der Geschicht´

Die Geschichte von der Wanderung am Losheimer Felsenweg endet ein paar Meter weiter am Teufelsfelsen, der von allen Seiten inspiziert werden kann. Jener Felsen ragt gigantisch groß im Hang und lässt sich linksseitig hinabgehen. Unten angekommen lohnt der Blick nach hinten: was für ein Brocken!

Teufelsfelsen an der Traumschleife Felsenweg

Imposanter Teufelsfelsen

Teufelsfelsen an der Traumschleife Felsenweg

Der Teufelsfelsen aus der Entfernung

 

Zurück am Auto gibt die Sonne sich jetzt so richtig Gas. Meine Jacken stopfe ich in den Kofferraum und trinke nochmal einen ordentlichen Schluck Wasser. Für die paar Kilometer war ich über 6 Stunden unterwegs – so viel, wie ich sonst für über 20 km benötige. Ich musste einfach immer wieder innehalten – doch dafür hat es sich jede Minute gelohnt. Ich schaue auf´s Smartphone gebe den Losheimer See ins Navi ein – dort werde ich mich gleich mit der lieben Cora aka Green Shaped Heart auf ein Kaltgetränk treffen und diesen wundervollen Tag noch perfekt ausklingen lassen. Hach!

Die vollständige Wanderroute Traumschleife Losheimer Felsenweg zum Download

Warum Du die Traumschleife Losheimer Felsenweg unbedingt gehen solltest

Die Traumschleife Losheimer Felsenweg hat wirklich, wirklich alles, was man sich nur als Wander-Junky wünschen kann: Wald und Felder, Felsen, Geschichte, jede Menge Wasser und einen umwerfenden Charme. Gemütliche Genusswanderer kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Abenteurer, die die Wege über die Felsen und Bäche nicht scheuen. Hier haben die Wandertourengestalter ganze Arbeit geleistet! Noch kein Weg hat von mir in allen Kategorien Beschilderung, Naturerlebnis und Einsamkeit volle Punktzahl erreicht aber der Felsenweg hat all das verdient. Klasse! Im Nachhinein waren die Bachüberquerungen zwar teilweise schwierig, doch das Ambiente war durch die randvollen Bachläufe atemberaubend. Es war für mich ein perfekter Weg für einen perfekten Tag! <3

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