Ich blinzle ungläubig auf meinen Kalender: Ist meine erste Reise nach Skandinavien wirklich schon zwei Jahre her? Im August 2016 hatte mich spontan die Lust gepackt, nach Norwegen zu reisen. Oder nein: vielmehr wollte ich dorthin schon immer, aber nicht alleine und auch Ideen, wohin es genau gehen soll, fehlten mir… Bis zu dem Tag an dem sich alles änderte. Auf einmal flackert das Angebot direkt vor meinen Bildschirmaugen. Ich spüre merklich den freudigen Herzsprung in meinem Körper, der schließlich daran schuld war, dass ich eines Tages den Rucksack packte und für eine Woche nach Norwegen reiste.
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Am Fjord in Norwegen: Outdoor-Aktivitäten die unvergessen bleiben
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Fünf kleinere und größere Abenteuer in einer Woche Norwegen sind taff. Aber es geht. Natürlich kann man sich nie sicher ob des Wetters sein und ich muss sagen, dass unsere Gruppe damals sehr viel Glück hatte. Die Gruppe, wir, war ein zusammengewürfelter Haufen Abenteurer, die dem Aufruf Timos zur #Fjordchallenge folgten. Timo selbst ist Hamburger, lebt schon seit einigen Jahren in Stongfjorden (ca. 170 km nördlich von Bergen) und hatte die Idee zur Challenge, als ihm einige seiner LeserInnen einen Besuch dort abstatten wollten. Der Plan der Fjordchallenge: alles locker und spontan angehen und umsetzen (das Wetter, I named it), aber mit konkreten, sehr vielfältigen Tourenideen. Jene Ideen sind nicht allein auf Stongfjorden ausgerichtet, wenngleich dort alle Touren an einem Ort möglich sind. Solltet Ihr woanders hin reisen, haltet Ausschau nach den Möglichkeiten! Und hinterlasst für LeserInnen dieser Übersicht gerne einen Hinweis weiterer Touren in den Kommentaren, dann haben wir irgendwann eine schöne Liste für Inspirationen zusammen 🙂 Aber nun los: Hier meine 5 besten Outdoor-Touren in Norwegen!
Radtour über norwegische Inseln
Inseln in Norwegen sind nicht nur mit Booten zu erreichen, sondern auch mit Fahrrädern. Zumindest dann, wenn die wilden Oasen so dicht aneinander sind, dass sie mit Brücken verbunden werden können. Wir starteten in Askvoll, wo uns eine Fähre zur Start-Insel fährt. Allein diese Fahrt war schon traumhaft schön. Rund 60 km fuhren wir an diesem Tag, natürlich auch mit einer ausgiebigen Rast mit Ausblick auf das mit Inseln dekorierte norwegische Meer.
Lesetipp: Inselhüpfen – Biken in Norwegen
- Überfahrt nach Vaerlandet mit den Rädern
- In Askvoll warten wir mit unseren Bikes auf die Fähre nach Vaerlandet
- Eine großartige Crew schweißt zusammen.
- Mittagspause mit Grilleinlage am Aussichtspunkt in Bulandet
- Der bezaubende, norwegische Hafen in Vaerlandet
- Mittagspause mit Grilleinlage am Aussichtspunkt in Bulandet
- Ist diese Aussicht nicht einfach nur traumhaft?!
- Wir werden Norwegen (teilweise) mit dem Fahrrad erleben. Großartig! | (c) bruderleichtfuss.com
Seekajak Tour in Norwegen
Seit ich das erste Mal in einem Kajak saß, hat mich das Paddelfieber gepackt. Kurze Zeit danach kam ich in den Genuss, in Norwegen in einem Seekajak zu sitzen und dort eine Tour in einem der Fjorde zu machen. Hierbei half ein kleiner Einführungskurs, bei einem ansässigen Verein in Askvoll, der uns zudem die komplette Ausrüstung zur Verfügung stellen konnte. Ein Seekajak ist, im Gegensatz zu einem herkömmlichen Solo-Kajak, sehr viel länger und somit optimiert für eher ruhige Gewässer, auf denen man schnell vorankommen möchte. In einem solchen Seekajak gibt es auch besseren Stauraum, falls man mehrere Tage unterwegs sein möchte – ein Traum, den ich mir unbedingt noch erfüllen will!
Lesetipp: Norwegen: Eine Kajaktour mit Überraschung
- Wir haben die norwegische Paddelllizenz erhalten. YEAH! 🙂
- Im Bootshaus suchen wir uns zunächst alle einen Neoprenanzug aus
- Kajaktour in Norwegen
- Kajaktour in Norwegen: Odin gibt erste Anweisungen
- Sonne, Wasser und ein Kajak – was braucht es mehr zum Glück!?
- Ich hänge an Simonas Kajak und warte, bis sie mein Kajak wieder fahrtüchtig gemacht hat.
- Auf dem Rückweg von Askvika nach Askvoll.
- Alle sind zusammen und wir bekommen nächste Instruktionen.
- Zurück vom kleinen Ausflug, wird nun in Sicherheit geübt.
- Odin zeigt uns die richtige Haltung beim Paddeln
- Die Landschaft ist einfach traumhaft und ich genieße den Augenblick sehr.
- Odin erklärt uns, wie man Seekajak fährt
- Hier lasse ich Simona etwas zappeln – ich brauch halt das Foto! 😉
- Das ruhige Wasser und die warme Sonne machen den Tag noch perfekter 🙂
- Dankbar jeden Augenblick auskosten.
- Bis wir alle zusammen sind, dauert es etwas – aber es klappt 🙂
- Wir bilden ein Floss
Wandern in Norwegen – am besten mit Übernachtung in der Wildnis
Natürlich kann man Norwegen auch entdecken, ohne zu wandern. Doch wer es könnte und dies nicht tut, verpasst so einiges. Die Wildnis Norwegens ist eine der schönsten, die ich je sah: Eine Mischung aus Meer, Bergseen, Berge, Weiden, Moore, Wasserfälle und diese unendliche, gar meditative Aussichten. Eine sehr besondere Tour über zwei Tage brachte mich sogar dazu, meine Vorurteile gegenüber des Wanderns völlig über Board zu werfen (die Schule hatte es mir über Jahre versaut…) und intensiv die Welt zu Fuß zu entdecken. Ich bin extrem dankbar für diese Erfahrung und wer selbst wissen will, was so eine Wanderung in Norwegen mit einem macht, sollte dies unbedingt versucht haben!
Lesetipp: Norwegische Wildnis: Eine 2-Tages Wanderung und ein Geständnis
- Hier entlang!
- Gipfel des Høgeheias
- Høgeheia: Geschafft!
- Brücke zwischen Mangevatna und Blafjellet
- Pfannkochen vom Gaskocher
- Grillen am Fjord von Liavikelva
- Frühstück am Fjord von Liavikelva
- Foto: Rene instagram.com/renehonning
- Unsere Unterkunft: Haus Liavikelva
- Wasser auffüllen an der Quelle bei Mangevatna
- Wir wandern zwischen den Seen hindurch
- Den Ausblick genießen
- Bergsee zum Ytrevågenfjell
- Blick runter nach Stongfjorden
- Nervenkitzel über Stongfjorden
- Auf dem Weg zum Ytrevagenfjell
- Das Gute-Laune-Team 🙂
- Diese Freiheit!
- Auf dem Gipfel des Ytrevågenfjell
- Lustige Wollblumen
Segeln in Norwegen – auch bei Regen wunderschön
Wo Wasser ist, da sind auch Segelboote nicht weit: unsere Unterkunft liegt direkt an einem kleinen Hafen, von wo aus wir von der Veranda sie sehen können. In meiner Norwegen-Woche hatten wir nur an einem Tag das Pech, dass es regnet. Doch nichts hätten wir besser machen können, als mit einem befreundeten Skipper die Segel zu setzen und eine kleine Runde hinaus aufs offene Meer zu drehen. Wer also ein „Notfall-Schlechtwetter-Programm“ sucht: Probiert es mit einem Segeltörn!
Lesetipp: Norwegen: Segeln im Rauschen des Regens
- Das Segel wird gehisst
- Simona segelt die Segelyacht souverän aus dem Hafen
- unsere Crew 🙂
Angeln in Norwegen – den Fisch am Haken
Wer Fisch bislang nur in Form von fertigen Filets oder gar Fischstäbchen kennt, erfährt hier hautnah das Fangen, Töten, Ausnehmen und Grillen. Für mich war es ein Akt des Bewusstwerdens, was es bedeutet, ein Tier zu fangen, zu töten und es zu essen. Die reinste Form, wenn Ihr mich fragt, denn man fängt, was man isst – idealerweise auch nur so viel, wie man wirklich essen kann. Die Tatsache, dass ich das gefangene Tier nicht töten konnte, brachte mich zu Nachdenken – mit Konsequenzen. Wer in Norwegen ist und sich das zutraut, sollte in Maßen darauf aber nicht verzichten.
Lesetipp: Angeln in Norwegen – Auf Tod und Versagen
- Die Crew fängt sich ihr Abendessen
- So können Fische bluten
- (c) Rene Honning
- (c) Rene Honning
Eine Woche Norwegen – mein Fazit
Norwegen lässt sich sicher nicht in einer Woche entdecken, dafür ist das Land zu groß und zu vielfältig. Doch wer wie ich nur ein paar Tage hat, der hat von einem Ort aus ziemlich gute Chancen, viele Aktivitäten zu unternehmen. Eins ist aber immer praktisch: ein Mietwagen. Ohne den wird es tatsächlich schwierig(er) überall hin zu kommen – oder braucht mehr Zeit. Trotzdem: versucht es. Für mich ist und bleiben die großen und kleinen Abenteuer Woche, auch noch zwei Jahre später, in positiver Erinnerung.



































































































